Häufige Fragen.
37 Antworten in 6 Kategorien: Solarpflicht, Technik und Statik, Kosten und Förderung, Ablauf, Betrieb, Laden und Speicher. Fehlt etwas? Direkt anfragen.
37 Fragen
Solarpflicht & Recht
Neun Bundesländer verlangen Photovoltaik über neu gebauten Parkplätzen – je nach Land ab 26 (Niedersachsen), 35 (Saarland), 36 (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Hamburg), 50 (Rheinland-Pfalz), 51 (Hessen) oder 71 Stellplätzen (Schleswig-Holstein). Die EU-Gebäuderichtlinie zieht bis 2029 für alle neuen überdachten Parkplätze an Gebäuden nach. Unser Check zeigt in Sekunden, ob Ihr Standort betroffen ist.
Solarpflicht-CheckJa. Die Landesregelungen verlangen eine Photovoltaikanlage über der solargeeigneten Stellplatzfläche – genau das leistet ein Solar-Carport. Die Mindestüberdeckung reicht je nach Land von 30 Prozent (Nordrhein-Westfalen) über 40 bis 60 Prozent (Hamburg 40, Niedersachsen 50, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland 60) bis zur gesamten geeigneten Fläche (Schleswig-Holstein); Parkpower-Serien belegen die Stellplatzfläche vollständig und erfüllen die Quote damit ohne Rechenspiele.
In der Regel greift sie beim Neubau; Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfassen zusätzlich grundlegende Sanierungen und größere Erweiterungen, Hamburg Erweiterungen um mehr als 35 Stellplätze. Ein bestehender Parkplatz ohne Baumaßnahme ist bislang nicht erfasst – die EU-Gebäuderichtlinie adressiert Bestandsgebäude erst bei größerer Renovierung. Baden-Württemberg verpflichtet das Land, eigene Parkplätze nachzurüsten.
Die Baugenehmigung setzt den Nachweis voraus: Ohne Photovoltaik wird der Parkplatz nicht genehmigt, nachträglich drohen Bußgelder nach Landesrecht. Befreiungen sind möglich bei technischer Unmöglichkeit, unverhältnismäßigem Aufwand, Verschattung oder Konflikten mit anderen öffentlich-rechtlichen Pflichten – das ist zu belegen, die Bauaufsicht entscheidet.
Artikel 10 der Richtlinie (EU) 2024/1275 verpflichtet die Mitgliedstaaten, Solaranlagen stufenweise vorzuschreiben. Deutschland hat das mit § 106 Gebäudemodernisierungsgesetz umgesetzt (verkündet 28.07.2026): ab 01.01.2027 auf neuen Nichtwohngebäuden über 250 m², ab 2028 auf Bestandsgebäuden ab 500 m² bei Dachsanierung und ab 01.01.2030 auf allen neuen Wohngebäuden und neuen überdachten Parkplätzen, die an Gebäude angrenzen. Die Länder dürfen weitergehende Pflichten festlegen – die Landesregeln gelten weiter.
Solarpflicht im Überblick
Technik & Statik
Ja. Die Polaris-Glas-Glas-Module sind im Januar 2026 bei Friedmann & Kirchner sowie am Friedrich-Siemens-Laboratorium der TU Dresden nach DIN 18008 als Verbund-Sicherheitsglas-Bauelement geprüft worden – inklusive Pendelschlagtest nach DIN EN 12600 und Resttragfähigkeit. Damit dürfen die Module ohne zusätzliche Unterdeckung als Überkopfverglasung eingesetzt werden.
Polaris-ModulAtlas Heavy und Strix Snow werden für Schneelastzonen 1 bis 3 und Windzonen 1 bis 4 bemessen – standortspezifisch nach DIN EN 1991-1-3 und -1-4 mit deutschem Nationalen Anhang. Der Konfigurator zeigt die Zonen Ihres Landkreises nach der DIBt-Zuordnung; ob die Standardstatik reicht oder eine Sonderbemessung nötig ist, klären wir mit der Standortstatik.
Konfigurator mit LastzonenAtlas Heavy (Series C) ist die Schwerlast-Serie ab 10 Stellplätzen — einseitig mit 4,3 m Auskragung, ab 20 Stellplätzen doppelreihig mit einer einzigen Pfostenreihe in der Mitte, bis 100 Stellplätze und mehr. Strix Snow (Series B) deckt 4 bis 12 Stellplätze in einer Reihe und bis 24 doppelreihig im Stahl-Leichtbau in Zweier-Einheiten ab. Vela (Series R) ist der Aluminium-Carport für ein bis zwei Stellplätze am Eigenheim. Alle drei tragen Polaris-Glas-Glas-Module.
Serien vergleichenRund 3,6 bis 4,0 kWp je Stellplatz: Atlas Heavy C-10 liefert 35,64 kWp auf zehn Stellplätzen, Strix Snow B-6 22,68 kWp auf sechs, Vela Double 8,025 kWp auf zwei. Grundlage sind Polaris-Module mit 540 Wp (Atlas, Strix) beziehungsweise 535 Wp (Vela) und das Stellplatzraster der jeweiligen Serie.
Atlas Heavy steht auf Bohrpfahlfundamenten mit 700 bis 800 mm Durchmesser und 2 bis 2,5 m Tiefe, Strix Snow auf Schraubfundamenten oder Stahlbeton-Köchern, Vela auf einer verzinkten Stahlbasis. Welche Lösung passt, entscheidet das Bodengutachten – die Fundamentbemessung ist Teil der Standortstatik.
Bei Atlas Heavy läuft das Wasser über das V-förmige Muldendach zur Mittelrinne und säulenintern zur Versickerung – ohne sichtbare Aufbauten. Strix Snow entwässert über das Mono-Pitch-Dach zur vorderen, niedrigen Traufseite. Anschluss an Kanal, Rigole oder Versickerung planen wir mit dem Entwässerungskonzept des Standorts.
Bei Atlas Heavy trägt eine einzige Pfostenreihe zwischen den beiden Stellplatzreihen beide Dachhälften mit beidseitiger Auskragung von 6,36 m. Kein Pfosten steht im Stellplatz, jeder Platz bleibt frei anfahrbar – Rangieren, Reinigung und Winterdienst bleiben so einfach wie auf dem offenen Parkplatz.
Polaris-Glas-Glas-Module haben beidseitig gehärtetes Glas und sind als VSG-Bauelement nach DIN 18008 geprüft; Hagelklasse und Schneelastprüfung sind Teil der Modulzertifizierung nach IEC 61215. Die Neigung von 5 bis 10 Grad lässt Regen abfließen; bei starker Verschmutzung (Laub, Pollen) empfehlen wir eine Reinigung im Wartungsintervall.
Kosten, Förderung & Wirtschaftlichkeit
Indikative Bandbreiten netto, schlüsselfertig ohne Fundament-Sonderlösungen, Speicher und Wallboxen: Vela ab ca. 9.500 € (1 Stellplatz), Strix Snow B-4 ab ca. 28.000 € (4 Stellplätze), Atlas Heavy C-10 ab ca. 60.000 € (10 Stellplätze). Im Korridor 1.500 bis 2.200 € je kWp liegen kleine Anlagen oben, Großprojekte unten. Der Konfigurator rechnet Ihre Konfiguration.
KonfiguratorTypisch nach 10 bis 16 Jahren auf 100 Prozent Eigenkapital: Ein Filialparkplatz mit 20 Stellplätzen (Atlas C-20, 71 kWp) spart bei 55 Prozent Eigenverbrauch und 22 ct/kWh Strombezug rund 8.600 € Strombezug im ersten Jahr, dazu kommen rund 2.000 € EEG-Vergütung für den Überschuss. Der Konfigurator zeigt Amortisation, Rendite und kumulierten Cashflow über 25 Jahre mit Ihren Annahmen.
Für Anlagen an Gebäuden mit Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 zahlt die Teileinspeisung 7,70 ct/kWh bis 10 kWp, 6,66 ct/kWh bis 40 kWp und 5,44 ct/kWh bis 100 kWp (anteilig je Leistungsklasse, 20 Jahre). Über 100 kW ist die Direktvermarktung Pflicht; der anzulegende Wert liegt bei 5,84 ct/kWh. Die Sätze sinken halbjährlich um ein Prozent; bei negativen Börsenpreisen entfällt die Vergütung (§ 51 EEG). Die EEG-Novelle 2027 (Kabinettsbeschluss 29.07.2026, Gesetzgebung läuft) sieht für Inbetriebnahmen ab 2027 statt der festen Vergütung eine befristete Übergangszahlung für kleine Anlagen und Direktvermarktung vor – Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2026 behalten die bisherigen Regeln.
Für Unternehmen greifen vor allem der KfW-Kredit 270, der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG (50 Prozent vorab bei Gewinn bis 200.000 €) und die Sonderabschreibung von 40 Prozent; für Anschaffungen bis Ende 2027 zusätzlich die degressive AfA von 30 Prozent. IAB und Abschreibungen beziehen sich auf die PV-Anlage als bewegliche Betriebsvorrichtung; ob das Carport-Tragwerk dazugehört, klärt der Steuerberater. Am Eigenheim gilt bis 30 kWp der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage – das Carport-Tragwerk selbst wird mit 19 Prozent besteuert (UStAE 12.18 Abs. 7); die Erträge sind einkommensteuerfrei.
Förderung & SteuernDer IAB verlagert bis zu 50 Prozent der Investition steuerlich in das Jahr vor der Anschaffung: Bei 130.000 € Invest und 30 Prozent Steuersatz sind das rund 19.500 € Liquidität ein Jahr früher. Zusammen mit Sonder-AfA und degressiver Abschreibung lassen sich in den ersten fünf Jahren große Teile der Investition steuerlich geltend machen – der Effekt ist eine Verschiebung, kein Zuschuss. Bezugsgröße ist der PV-Anteil als bewegliche Betriebsvorrichtung; ob das Tragwerk dazugehört, klärt der Steuerberater.
Als Anker dient die BDEW-Strompreisanalyse 2026: rund 37 ct/kWh brutto für Haushalte, rund 17 ct/kWh netto für kleine bis mittlere Gewerbe- und Industriekunden; kleinere Abnahmen liegen darüber. Im Konfigurator lassen sich Strompreis, Eigenverbrauchsquote und Preissteigerung anpassen – die Annahmen stehen immer dabei.
Das Standardmodell ist Eigenverbrauch plus Einspeisung des Überschusses nach EEG. Über 100 kW ist die Direktvermarktung Pflicht. Bei Filialisten und Industrie sind Stromliefervertrag (PPA), Contracting und Mieterstrom nach § 21 Abs. 3 EEG möglich; den Zählerplatz und die Messkonzepte stimmen wir mit dem Netzbetreiber ab.
Ablauf & Genehmigung
Das richtet sich nach Landesbauordnung und Größe der überdachten Fläche. Vela Single (rund 20 m² Grundfläche) ist in vielen Bundesländern verfahrensfrei; Vela Double (rund 34 m²) hängt von der Landesbauordnung ab – in Bayern etwa sind Garagen und überdachte Stellplätze bis 50 m² Brutto-Grundfläche verfahrensfrei. Strix und Atlas erfordern in der Regel ein Bauantragsverfahren mit Statik und Zeichnungen – wir bereiten die Unterlagen vor und begleiten das Verfahren.
Ablauf in sieben SchrittenTragwerk und Module kommen per Container aus der Fertigung unseres Technologiepartners GoodWe – ab Bestellung etwa 12 bis 14 Wochen bis zur Anlieferung. Parallel laufen Statik, Genehmigung und Netzanmeldung. Von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme rechnen die Datenblätter mit vier bis acht Monaten bei Atlas Heavy, drei bis sechs Monaten bei Strix Snow und vier bis zehn Wochen bei Vela.
Reine Bauzeit vor Ort: Vela rund sechs Stunden mit zwei Personen, Strix Snow B-6 etwa eine Woche, Atlas Heavy C-20 etwa zwei bis drei Wochen – jeweils plus Elektroinstallation. Das Tragwerk wird vollständig verschraubt, geschweißt wird vor Ort nicht. Bei laufendem Betrieb bauen wir in Etappen und sperren nur die betroffenen Stellplätze.
Adresse, Stellplatzzahl und eine Stromrechnung oder den Lastgang genügen für die indikative Auslegung. Für das Angebot mit Wirtschaftlichkeit kommen Lage- und Leitungspläne, der gewünschte Zeitrahmen und die Entscheidung über Speicher und Wallboxen hinzu. Bodengutachten und Netzanschlussbegehren beauftragen wir im dritten und vierten Schritt.
Wir. Das Netzanschlussbegehren stellen wir mit den Anlagendaten beim Netzbetreiber, über 100 kW organisieren wir den Direktvermarkter. Zur Inbetriebnahme registrieren wir die Anlage im Marktstammdatenregister und übergeben Dokumentation und Monitoring – Sie unterschreiben die Vollmacht, den Rest erledigen wir.
Ja. Fundamente, Stahlbau und Modulmontage laufen in Etappen, sodass immer nur ein Teil der Stellplätze gesperrt ist – bei Logistik-Standorten planen wir die Bauabschnitte um Schichtwechsel und Anlieferzeiten. Bauleitung, Absperrung und Baustellenlogistik übernimmt Elite PV.
Betrieb, Garantie & Service
Vertragspartner ist die Elite PV GmbH, Windischeschenbach: Planung, Statik nach Eurocode mit deutschem Nationalen Anhang, Montage, Inbetriebnahme, Gewährleistung und Service kommen aus einer Hand. Tragwerk und Polaris-Module stammen von unserem Technologiepartner GoodWe; die Gewährleistung Ihnen gegenüber trägt Elite PV.
Über unsPolaris-Module: 30 Jahre Leistungsgarantie auf mindestens 87 Prozent der Nennleistung, 12 Jahre Produktgarantie. Tragwerk: 25 Jahre Auslegungslebensdauer, 15 Jahre Strukturgarantie, feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461 (Vela: Aluminium 6005-T5, pulverbeschichtet). Auf Montage und Elektroinstallation gilt die gesetzliche Gewährleistung des Werkvertrags.
Wenig: eine jährliche Sichtprüfung von Tragwerk, Verschraubungen und Entwässerung, elektrische Prüfung nach DIN VDE 0105-100 im Vier-Jahres-Turnus, Modulreinigung nach Bedarf. Das Monitoring meldet Ertragsabweichungen automatisch. Wir bieten Wartungsverträge mit festen Intervallen und Reaktionszeiten an.
Die Bemessung nach DIN EN 1991-1-3 mit deutschem Nationalen Anhang berücksichtigt die Schneelastzone des Standorts – Strix Snow trägt die Zone im Namen. Schnee rutscht auf den geneigten Glasflächen ab; Schneefanggitter setzen wir dort, wo Stellplätze oder Wege darunter liegen. Räumen müssen Sie das Dach nicht.
Die Elektronikversicherung Ihres Betriebs oder eine Photovoltaik-Versicherung deckt Sturm, Hagel, Blitz, Diebstahl und Vandalismus ab; für Vela reicht meist die Wohngebäudeversicherung mit PV-Zusatz. Die Bauleistungsversicherung während der Montage trägt Elite PV. Wir liefern die Anlagendaten für Ihren Versicherer mit der Dokumentation.
Nach Terminvereinbarung zeigen wir Ihnen in Windischeschenbach eine Strix-Snow-Einheit und die Polaris-Module im Original. Der erste Großstandort – dennree in Töpen mit 576 kWp – ist in Vorbereitung; die Baudokumentation veröffentlichen wir im Projekttagebuch.
Musteranlage besichtigen
Laden & Speicher
Ja, optional. Wir integrieren 11- oder 22-kW-Wallboxen mit OCPP-fähigem Lastmanagement, bei Atlas und Strix auch Lade-Cluster mit DC-Schnellladern bis 150 kW und zentraler Anbindung an die PV-Anlage. Bei Vela wird der Wallbox-Anschluss auf Wunsch vorbereitet. DC-Trasse und AC-Leerrohre gehören bei allen Serien zum Lieferumfang.
Laden im DetailBei Betrieben mit Abend- oder Schichtverbrauch ja: Der Speicher hebt den Eigenverbrauch und kappt Lastspitzen, was bei leistungsgemessenen Kunden die Netzentgelte senkt. Als Faustregel rechnen wir mit 2,5 kWh Speicher je Stellplatz; Eigenheime nutzen den Speicher vor allem fürs Laden am Abend. Der Konfigurator zeigt den Effekt auf Invest und Eigenverbrauch.
Für Mitarbeiter- und Kundenparkplätze planen wir eine Wallbox je vier Stellplätze, mindestens zwei, mit dynamischem Lastmanagement – so reicht der vorhandene Netzanschluss meist ohne Ausbau. Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz verlangt bei Nichtwohngebäuden ohnehin Leerrohre und Ladepunkte ab einer bestimmten Stellplatzzahl; die Vorbereitung ist bei uns Standard.
Ja. Mit PV-Überschussladen lädt die Wallbox bevorzugt dann, wenn die Anlage mehr erzeugt als das Gebäude verbraucht – bei Vela am Eigenheim der häufigste Fall. Plug & Charge nach ISO 15118 und Lastmanagement nach DIN VDE 0100-722 sind vorbereitet; welche Wallbox das kann, stimmen wir mit Ihrem Fahrzeugbestand ab.
Eine netzgekoppelte PV-Anlage schaltet bei Netzausfall ab – das verlangt die Anwendungsregel VDE-AR-N 4105. Ersatzstrom ist mit einem Speicher und einem netzbildenden Wechselrichter möglich; für Kühlung, Kassen oder Server planen wir das als Option mit Umschalteinrichtung. Ohne diese Option liefert der Carport nur bei intaktem Netz.